Am Depot Dreispitz

Visualisierung Bachelard Wagner Architekten Am Depot Dreispitz.

(Copyright Bachelard Wagner Architekten)

Ziele

Beim Perimeter „Am Depot Dreispitz“ handelt es sich um den Bereich südlich des Tramdepots Dreispitz, der zwischen Münchensteinerstrasse, S-Bahn-Haltestelle und Walkeweg gelegen ist. Mit dem Projekt werden verschiedene Ziele verfolgt: Der Raum soll als wichtiger Halte- und Umsteigepunkt für den öffentlichen Verkehr (S-Bahn, Trams, Busse) aufgewertet und besser an den Dreispitz angebunden werden. Im Perimeter wird ein öffentlicher, baumbestandener Platz geschaffen, der nach der Künstlerin Irène Zurkinden benannt wurde. Ein mischgenutztes Hochhaus mit 43m Höhe und 10‘000m2 BGF (davon mindestens ein Drittel als Wohnnutzung) soll mit einer publikumsorientierten Erdgeschosszone dazu beitragen, diesen neuen Platz zu beleben. Neben neuen Aufenthaltsqualitäten werden zugleich die Zugänge zur S-Bahn verbessert und neue Veloplätze geschaffen.

Der künftige Platz am Tram-Depot stellt für die Entwicklungsplanung Dreispitz ein wichtiges Initialprojekt dar. Mit dem Projekt werden Fussgängern, Velofahrerenden und dem öffentlichen Verkehr hohe Prioritäten eingeräumt. Zugleich hat das Projekt im Kontext der benachbarten Siedlungsentwicklung „Am Walkeweg“ prägenden Charakter.

Vorgehen

Das Projekt resultierte aus einem kombinierten Wettbewerbsverfahren der Perimeter „Am Depot Dreispitz“ (Projektteil) und der Siedlungsentwicklung „Am Walkeweg“ (Ideenteil). Den Projektteil hatten dabei Bachelard Wagner Architekten und Berchtold Lenzin Landschaftsarchitekten 2009 für sich entschieden. Mit der erstrangierten Konzeption wird ein mischgenutztes Hochhaus vorgeschlagen, mit dem ein einprägsames, städtebauliches Zeichen an der Münchensteinerstrasse gesetzt wird (siehe Bildergalerie unten). Die Kubatur des Hochhauses reagiert durch mehrere Rücksprünge und Auskragungen sehr differenziert auf das stadträumliche Umfeld. Landschaftsplanerisch werden die geforderten Veloabstellplätze sorgfältig in den Böschungsbereich der S-Bahn-Station integriert. Der öffentliche Platzbereich um die belebte Erdgeschosszone des Hochhauses bietet baumbestandene Aufenthaltsmöglichkeiten.

Um das Projekt realisieren zu können, wurde ein Bebauungsplan aufgestellt. Zu dessen Erarbeitung wurde das Wettbewerbsergebnis in Zusammenarbeit von Planungsamt und Immobilien Basel-Stadt durch die Architekten, Landschaftsarchitekten und Fachplaner vertieft. Dabei wurden veränderte Anforderungen an die Behindertengerechtigkeit der Tram-Perrons berücksichtigt, und das Hochbauprojekt bezüglich Fragen von Energie, Ökonomie, Brandschutz und Behindertengerechtigkeit der Wohnungsgrundrisse optimiert. Durch die hervorragende verkehrliche Anbindung und die lufthygienische Vorbelastung des Raumes Dreispitz‘ wird die Anzahl der möglichen Autoparkplätze gegenüber der Vorgabe der Parkplatzverordnung von 80 auf 50 reduziert.

Der Grosse Rat hat die Nutzungsplanung in seiner Sitzung vom 4. Juni 2014 mit grosser Mehrheit beschlossen (Geschäftsnummer 13.1557). Rechtskraft erlangt die Nutzungsplanung nach ungenutztem Ablauf von Referendums- und Rekursfrist.

Mit der nun vorgelegten Planung werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung der Konzeption am künftigen „Irène Zurkinden-Platz“ geschaffen. Zur Umsetzung des Projekts beabsichtigt Immobilien Basel-Stadt die Flächen im Baurecht abzugeben. 

Projektdauer

  • 2009: Abschluss Projektwettbewerb
  • 2014: Beschluss Nutzungsplanung durch den Grossen Rat
  • 2016: Beschluss Kredit für Platzbereich durch den Grossen Rat
  • Anstehend: Baurechtvergabe durch IBS, Projektierung und Baueingabe, sowie Projektierung des Platzes. Realisierung Hochbau voraussichtlich ab 2018

Partner

 

Bildergalerie

Visualisierung Hochhaus mit Blick vom Leimgrubenweg Zoom

Blick vom Leimgrubenweg (Copyright Bachelard Wagner Architekten)

Visualisierung Hochhaus mit Blick aus der Dornacherstrasse Zoom

Blick aus der Dornacherstrasse (Copyright Bachelard Wagner Architekten)

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