Am Walkeweg

Image Am Walkeweg

(Copyright BVD)

Ziele

„Am Walkeweg“ ist der Arbeitstitel einer innerstädtischen Siedlungserweiterung, die der Grosse Rat 2014 im Rahmen der Zonenplanrevision beschlossen hat (im Bild orange und blau). Dabei bekräftigte er die Strategie des Regierungsrats, im Teilperimeter mit Fokus auf Wohnnutzungen eine „Low-Cost-Low-Energy-Siedlung“ zu realisieren. Hier beabsichtigt die Einwohnergemeinde Basel-Stadt – vertreten durch Immobilien Basel-Stadt (IBS) – eine massvolle, aber deutliche Verdichtung mit sozialer Durchmischung und ca. 50‘000 m2 Bruttogeschossfläche (BGF) zu realisieren; Zudem wurde für den Raum Gundeli-Ost / Dreispitz / Walkeweg ein künftiger Schulraumbedarf für eine Primarschule ausgemacht, den es zu berücksichtigen gilt (Teilperimeter Zone 4 und Nutzungen im öffentlichen Interesse; orange). Zum Gleisfeld der SBB hin sind gewerblich-industrielle Nutzungen vorgesehen (Teilperimeter Zone 7; blau).
Das Areal ist ca. 1km östlich des Bahnhofs SBB gelegen und wird gerahmt von der S-Bahn-Haltestelle Dreispitz, der Entwicklung am künftigen Irène Zurkinden-Platz (im Bild grau) der Siedlung Duggingerhof, dem in Teilen denkmalgeschützten Wolfgottesacker und Bahnareal. Im Perimeter wurde jüngst eine Unterkunft für Flüchtlinge eingerichtet, die als temporäre Anlage nicht dauerhaft an diesem Standort verbleiben soll.

Vorgehen

Für den Perimeter wurde 2009 ein städtebaulicher Ideenwettbewerb juriert. Die Beiträge zeigten eine grosse Spannbreite von Ansätzen für eine qualitätsvolle Wohnüberbauung auf. Darauf aufbauend wurden im Rahmen der Zonenplanrevision von 2014 die ersten planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung des Areals geschaffen. Städtebaulich ist allerdings noch vertieft abzuklären, wie die Stellung von künftigen Baukörpern, die Lage von Schule, Grün- und Freiräumen, die Erschliessung der Überbauung, der Ansatz zur ökologischen Vernetzung, der Umgang mit Verdichtung und Denkmalbelangen etc. aussehen soll. Darum ist im Bebauungsplan „Am Walkeweg“ (Bebauungsplan Nr. 207.2) vorgesehen, den städtebaulichen Ansatz der künftigen Bebauung mit dem Instrument der Testplanung zu ermitteln, bevor er in präzisierten Bebauungsplänen auch rechtlich festgehalten wird.
Die Testplanung für den Perimeter der künftigen Wohnüberbauung startet im Juni 2017 (Ausloberin IBS). Der im Flächeneigentum der SBB befindliche „Teilperimeter Zone 7“ wird vorerst weitergenutzt und erst zu einem späteren Zeitpunkt vertieft betrachtet.
Die Testplanung setzt sich aus zwei Verfahren zusammen: In einem Selektionsverfahren werden acht die für die Aufgabenstellung besonders geeignete Planungsbüros resp. Planungsteams ausgewählt, die bis September 2017 konzeptionelle Ansätze für den Perimeter entwickeln (Verfahren I). An den Ansätzen werden für den Perimeter besonders relevante Fragestellungen ermittelt, die in einer nachfolgenden Arealentwicklungsstudie mit ca. 3 teilnehmenden Büros/ Teams vertieft werden (Verfahren II).
Berücksichtigung von Nachbarinteressen: Bereits im Rahmen der Zonenplanrevision wurden von verschiedenen Stakeholdern – u.a. den Quartiervereinigungen im Gundeldinger Quartier – Interessen zum Perimeter eingebracht. Diese wurden bei der Formulierung des Programms für den Studienauftrag berücksichtigt. Zudem wurde mit der Quartierkoordination Gundeldingen geklärt, wie Quartiersbelange in den Planungsprozess Eingang finden können. Nach gemeinsamen Verbleib nehmen drei Vertreter – von der Planungsgruppe Gundeldingen, dem Verein „Wohnliches Gundeldingen Ost“ und dem Duggingerhof – als Experten am Verfahren teil.

Projektdauer

  • 2009: Abschluss Ideenwettbewerb
  • 2014: Beschluss Zonenplanrevision durch den Grossen Rat
  • Anstehend: planerische Vertiefung als Grundlage für einen detaillierten Bebauungsplan durch den Regierungsrat.
  • 2017-2018: Testplanung für die Wohnüberbauung: planerische Vertiefung als Grundlage für einen detaillierten Bebauungsplan durch den Regierungsrat
  • 2020: Befristung des Erhalts der Familiengärten im Rahmen der Vereinbarung zwischen Bau- und Verkehrsdepartement und Familiengartenverein Dreispitz (FGV Dreispitz); im Randbereich zum Wolfgottesacker bis 2025

 

Perimeter Wohnüberbauung: Gesamtablauf von der Testplanung bis zur Umsetzung

Bild vergrössert anzeigen

Partner

Informationen