VoltaNord

Das Wohnungsangebot in Basel kann mit der rasanten Zunahme der Arbeitsplätze nicht Schritt halten. Der Regierungsrat strebt deshalb eine Nutzungsintensivierung von stark unternutzten Arealen wie VoltaNord an, um zusätzliche Wohn- und Arbeitsflächen zu schaffen. Der Bebauungsplan VoltaNord ermöglicht eine Verdichtung und Vergrösserung der heutigen Wirtschaftsflächen im Norden sowie eine Erweiterung des bestehenden Wohnquartiers im Süden. Eine neue Primarschule sowie attraktive Freiräume runden das Profil der Arealentwicklung ab.

Das 11.7 ha grosse, extensiv genutzte Areal VoltaNord zwischen dem Bahnhof St. Johann und der französischen Grenze wird heute gewerblich und industriell genutzt. Aufgrund der auslaufen-den Baurechts- und Mietverträge auf dem SBB-Areal und des Wegzugs des Coop-Verteilzentrums ist eine koordinierte Entwicklung des Areals unerlässlich, um eine langjährige Brache zu vermeiden. Der Kanton Basel-Stadt und die betroffenen Grundeigentümer haben zu diesem Zweck eine Testplanung durchgeführt und die Ergebnisse sukzessiv weiterentwickelt. Die Grundzüge der Planung wurden 2013 / 2014 im Rahmen von mehreren Workshops mit einer Be-gleitgruppe bestehend aus der Quartierbevölkerung, Verbänden und dem Gewerbe diskutiert.

Die Planung sieht im Norden einen verdichteten Arbeitsschwerpunkt und im Süden eine Fortset-zung der Mischnutzung des Quartiers St. Johann mit Schwerpunkt Wohnen vor. Der nördliche Bereich des Areals verbleibt dementsprechend in der Industrie- und Gewerbezone (Zone 7) und soll Platz für emissionsintensives Gewerbe und weitere gewerbliche Nutzungen bieten. Weitere Arbeitsnutzungen sind im bestehenden Gebäude auf Baufeld 5 sowie auf Baufeld 3 vorgesehen. An der Elsässerstrasse soll ausserdem eine für das Quartier St. Johann dringend benötigte Pri-marschule realisiert werden. Die Planung ermöglicht insgesamt 2‘000 bis 3‘400 Arbeitsplätze (heute 700 bis 800) sowie neuen Wohnraum für 1‘300 bis 2‘000 zusätzliche EinwohnerInnen.

Die neuen Nutzer des Areals sollen von qualitätsvollen Freiräumen profitieren. Vorgesehen sind ein kompakter, begrünter Platz an der Schnittstelle zum bestehenden Quartier sowie eine vielfältig nutzbare Erholungsfläche im Westen, welche mit einer Naturschutzzone entlang der Bahngleise verzahnt sein soll. Das Erschliessungskonzept bietet direkte, attraktive Verbindungen für den Fuss- und Veloverkehr. Die Erschliessung für den motorisierten Individualverkehr und den Schwerverkehr erfolgt von Norden und Osten, es besteht kein Durchgangsverkehr.

Im Bebauungsplan VoltaNord werden die übergeordneten Rahmenbedingungen für die weitere Planung festgelegt. Die konkreten Bebauungsformen und die Gestaltung der Freiräume werden anschliessend etappenweise im Rahmen von Varianzverfahren erarbeitet und in regierungsrätli-chen Bebauungsplänen rechtlich sichergestellt. Dadurch verfügt die Planung über eine hohe Fle-xibilität und kann während des mehrjährigen Transformationsprozesses auf die sich wandelnden Bedürfnisse des Kantons, des Quartiers, des Gewerbes und der Grundeigentümer reagieren. Die öffentliche Planauflage des Bebauungsplans findet vom 29. Juni bis 30. August 2016 statt.

Projektdauer

• 2012: Testplanung
• 2016: öffentliche Planauflage Bebauungsplan VoltaNord
• 2017: Wegzug Coop / Umnutzung Elsässerstrasse 215 / 
            Grossratsbeschluss Bebauungsplan VoltaNord
• ab 2019: Realisierung Neubauten auf Baufeldern 4 und 6 (Immobilien Basel-Stadt)
• ab 2020: Realisierung Neubauten auf Baufeld 1(SBB)
• ab 2022: Realisierung Neubauten auf Baufeld 2 (SBB)

Presseartikel

 

VoltaNord

Links

www.areal56.ch (SBB-Projektwebseite)