Zonenplan

Ausschnitt Zonenplan der Stadt Basel.

(Copyright BVD)

Einleitung

Der Zonenplan ist ein kommunales Planungsinstrument, das grundeigentümerverbindlich und parzellenscharf die zulässige Art der Landnutzung sowie das maximale Ausmass von baulichen Anlagen regelt. Der Zonenplan wird ständig aktualisiert und alle 15 bis 25 Jahre revidiert.

Die vordringlichen Ziele der laufenden Zonenplanrevision als Ganzes sind die Stärkung der Stadt Basel als Agglomerationszentrum, die Schaffung von Spielräumen für hochwertige Arbeitsplätze, der Ortsbildschutz, die Entwicklung von öffentlichen Freiräumen und - angesichts des immer knapper werdenden Wohnraums und des auf absehbare Zeit anhaltenden Bevölkerungswachstums - die Schaffung von Wohnraum.

Aktuelles

Öffentliche Planauflage
Zonenplanrevision Stadt Basel – Zweiter Ratschlag
Massnahmen zur Stärkung der Innenentwicklung

Am 30. Mai startet die öffentliche Planauflage des zweiten Teils der Zonenplanrevision Basel. Bis zum 7. Juli werden Vorschläge des Bau- und Verkehrsdepartements für Änderungen des Zonenplans vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt auf Massnahmen zur Stärkung der Innenentwicklung mit einem langfristigen theoretischen Potenzial an zusätzlichem Wohnraum für bis zu 5‘000 Menschen und Raum für rund 700 zusätzliche Arbeitsplätze. Die öffentliche Planauflage bietet neben der Gelegenheit zur Information auch die Möglichkeit zu Einsprachen der Berechtigten und Anregungen der interessierten Öffentlichkeit.

Warum? In den letzten zehn Jahren wuchs die Einwohnerzahl Basels um rund 10‘000, die Arbeitsplatzzahl sogar um rund 20‘000. Angesichts des starken Wirtschaftswachstums bleibt der Bedarf nach neuem Wohnraum auf absehbare Zeit sehr gross. Dies umso mehr, als sich für die Zukunft grössere Entwicklungspotenziale für neue Arbeitsplätze als für neue Wohnungen abzeichnen. Ergänzend zu den im ersten Teil der Zonenplanrevision behandelten Stadtrandentwicklungen und den grossen eigenständigen Arealentwicklungen wie der Hafen- und Stadtentwicklung Kleinhüningen-Klybeck, Volta Nord oder dem Areal Felix Platter beinhaltet der vorliegende zweite Teil der Zonenplanrevision deshalb weitere Massnahmen zur Innenentwicklung mit Schwerpunkt Wohnen. Damit kann nicht nur die Wohnungsknappheit reduziert, sondern auch die Zersiedelung der Landschaft und der Pendlerverkehr eingedämmt werden.

Was? Die Vorschläge für neue Verdichtungsmöglichkeiten beinhalten Aufzonungen, die grössere Geschosszahlen erlauben und einige Bebauungsplanänderungen. Dabei wird räumlich differenziert vorgegangen: Die Massnahmen fokussieren auf Gebiete ausserhalb der bereits sehr dichten Quartiere mit geeigneten Parzellengrössen und genügend grossen Hof- oder Strassenräumen. Sie beeinträchtigen keine Gebiete mit besonders wertvollen Ortsbildern oder naturräumlichen Vernetzungsfunktionen. Die unterschiedlichen Qualitäten der Quartiere sollen erhalten bleiben. Dennoch schaffen die vorgeschlagenen Massnahmen ein theoretisches Potenzial für rund 5‘000 zusätzliche Bewohner/Innen und 700 Arbeitsplätze. Da es sich nicht um Arealentwicklungen auf der Grundlage konkreter Entwicklungsinteressen handelt, ist damit zu rechnen, dass diese Potenziale nur langsam und schrittweise realisiert werden. Dies hängt ganz von den Wünschen und Möglichkeiten der überwiegend privaten oder genossenschaftlichen Grundstückseigentümer ab. Bis 2035 könnte so Wohnraum für schätzungsweise rund 2‘000 Menschen und Raum für rund 300 Arbeitsplätze entstehen.

Neben Massnahmen der Innenentwicklung enthält der zweite Teil der Zonenplanrevision auch revisionstypische Bereinigungen: Dies umfasst die Aufhebung oder Vereinfachung von Bebauungsplänen mit heute nur mehr schwer interpretierbaren altrechtlichen Vorschriften, die bundesrechtlich erforderliche Zweckbestimmungen von Zonen für Nutzungen im öffentlichen Interesse sowie weitere Kleinkorrekturen beim Zonenplan und dem Wohnanteilplan.

Wie weiter? Nach Abschluss der öffentlichen Planauflage werden im Herbst allfällige Anregungen und Einsprachen behandelt werden. Ziel ist es, um den Jahreswechsel 2017/2018 einen Ratschlag mit den definitiven Massnahmenvorschlägen an den Grossen Rat zum Entscheid überwiesen. In diesem Ratschlag werden auch die in Einsprachen oder Anregungen vorgebrachten Anliegen und ihre allfällige Berücksichtigung dargestellt.

Das Planungsamt führt begleitend zur öffentlichen Planauflage für die interessierte Bevölkerung drei Informationsveranstaltungen durch, um die vorgeschlagenen Massnahmen näher zu erläutern. Diese finden an den folgenden Terminen statt:

Grossbasel Süd und Ost:
06. Juni 2017, 19:00 - ca. 20:00
Bau- und Verkehrsdepartement
Dufourstrasse 40

Kleinbasel:
08. Juni 2017, 19:00 - ca. 20:00
Aula Sekundarschule Sandgruben
Schwarzwaldallee 161

Grossbasel West:
14. Juni 2017, 19:00 - ca. 20:00
Felix Platter Spital, Hauptgebäude, Grosser Saal
Burgfelderstrasse 101

Damit bei den jeweiligen Veranstaltungen neben der allgemeinen Information zur Zonenplanrevision auch auf stadtteilspezifische Anliegen eingegangen werden kann, wurde das Stadtgebiet in drei Gruppen geteilt.

Dokumente zur Planauflage

Anhand der nachfolgend aufgeführten Dokumente können Sie sich eine vollständige Übersicht über die vorgeschlagenen Massnahmen verschaffen. Pläne grösseren Massstabs und Beschlussentwürfe zu jeder einzelnen Planung sind in der Ausstellung zur Planauflage im Planungsamt ausgehängt.
 

 

Abgeschlossener erster Ratschlag

  • Der gesamte Ratschlag kann auf der Website des Grossen Rats unter der Nummer 12.0740 eingesehen werden.

 

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